Chalets Lech Lodge

EXTARSIEN/INTARSIEN
Am Arlberg, wo die Wiege des alpinen Skilaufs steht, gibt man der Klasse seit jeher den Vorzug vor der Masse und hat die feinere Lebensart kultiviert. Auch in Gestaltung der Chalets Lech Lodge, die beispielhaft zeigen, worin heute wahrer Luxus besteht

Produkt: Gran Paradiso, Vesuv, Mont Blanc
Architektur: CP Architektur | Christian Prasser
Fotografie: Fam. Moosbrugger-Lettner © CP Architektur
Projektadresse: Arlberg, Österreich

Johanna und Klaus Moosbrugger-Lettner haben den Arlberg mit Gastlichkeit im Chalet-Format bekannt gemacht – und mit ihrer Lech Lodge Tourismusgeschichte geschrieben.

„So etwas hat es vorher am Arlberg noch nicht gegeben“, so der Gastgeber Klaus Moosbrugger-Lettner
Gemütliche Chalets in den Bergen: mit viel Holz, das Wärme und Geborgenheit gibt.

Der Bau der exquisiten Lech Lodge hat einen besonderen Platz in unserer Geschichte. In mehreren großen Gesprächsrunden mit den Bauherren und Investoren Klaus und Johanna Moosbrugger-Lettner, CP Architektur und dem Generalbauunternehmen Jäger Bau stehen wir bei der Frage nach den passenden Hölzern Rede und Antwort und tragen das Unsere zur Diskussion über das Design und die Funktionalitäten der Holzelemente und -flächen bei.

Das Ergebnis ist ein umfangreicher Auftrag an Mareiner, der unsere Produktion vor die mit Freude angenommene Herausforderung stellt, viele Detaillösungen zu entwickeln. Im Außenbereich der Chalets kommen Gran Paradiso und Vesuv zum Einsatz; für die Innenräumen hat die Runde Mont Blanc gewählt. In den Saunen soll es Thermoholz sein, für das wir der Form halber ein Formaldehyd-Gutachten in Auftrag geben, das die Schadstofffreiheit unserer Bretter mit Brief und Siegel bestätigt.

Gleichermaßen klassisch-alpin wie modern sind die Chalets der Familie Moosbrugger-Lettner am Arlberg gestaltet.

Eine unvergessliche Nachtschicht

Als der Bau bereits in vollem Gange ist und die als Subauftragnehmer firmierende Zimmerei Feuerstein ihren konstruktiven Beitrag auf der Baustelle am Arlberg bereits geleistet hat, erreicht uns während unserer Messepräsenz auf der arch@work in Wien ein Notruf von der Tischlerei Strasser. Sie besorgt das Interior Design der Lodges und alarmiert uns, dass sich das Holz dem Ende zu neige. Wenn nicht schon am nächsten Tag Nachschub eintreffe, müssten acht Fachkräfte Däumchen drehen.

Soweit wollen wir es nicht kommen lassen. Innerhalb von Minuten stellen wir die Produktion um. In einem rekordverdächtigen Kraftakt geht es bis in die Nacht hinein. Um 1 Uhr verladen wir die Nachlieferung für Lech schließlich auf den inzwischen im Mürztal eingetroffenen Strasser-Hänger. Unser Dienst habender Staplerfahrer spricht heute noch manchmal von dem nächtlichen Spezialeinsatz, dank dem die Arbeit in der Lodge pünktlich weitergehen kann. Als die Lodges fertig sind, beschließen wir das Projekt, indem wir die Zimmerei Feuerstein auf ein Essen mit allem Drum und Dran einladen.

Aus Holz errichtet, natürlich und zeitlos, elegant und erstklassig: die Lech Lodge am Arlberg.
„Ich bin total zufrieden mit der farblichen Entwicklung der Fassade über die Jahre“
Klaus Moosbrugger-Lettner